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Drittes Reich

Reichsmark Münzen aus dem Deutschen Reich für Sammler

Wer sich für Reichsmark Münzen interessiert, taucht ein in eine der bewegtesten Epochen der deutschen Geschichte. Zwischen Kaiserreich, Weimarer Republik und den Jahren bis 1945 entstanden Münzen, die politische Umbrüche, wirtschaftliche Krisen und handwerkliche Prägekunst in sich vereinen. In dieser Kategorie finden Sie eine breite Auswahl an deutsche Reichsmark Prägungen, von schlichten Kursmünzen bis hin zu gesuchten Gedenkausgaben. Nehmen Sie sich Zeit, denn hinter jedem Stück steckt ein Stück deutscher Zeitgeschichte.

Überblick: Was zeichnet Deutsches Reich Münzen aus?

Deutsches Reich Münzen umfassen mehrere Währungsperioden, die sich klar voneinander abgrenzen lassen. Zunächst zirkulierte ab 1871 die Mark, die nach der Reichsgründung als einheitliche Währung eingeführt wurde und die zuvor bestehenden Landeswährungen ablöste. Nach dem Ersten Weltkrieg und der folgenden Hyperinflation wurde 1923 kurzfristig die Rentenmark eingeführt, bevor ab 1924 die Reichsmark als offizielles Zahlungsmittel folgte. Diese Vielfalt an Epochen macht das Sammelgebiet besonders reizvoll, da sich politische und wirtschaftliche Entwicklungen unmittelbar in Münzbild, Material und Nennwert widerspiegeln.

Für Sammler ist besonders spannend, dass sich in dieser Kategorie sowohl alltägliche Umlaufmünzen als auch seltene Sonderprägungen finden lassen. Kursmünzen aus Kupfer, Nickel oder Aluminium dokumentieren den Geldverkehr des einfachen Bürgers, während Gedenkmünzen aus Silber oder Gold besondere Anlässe wie Jubiläen oder politische Ereignisse würdigen. Diese Bandbreite erlaubt es, ein Sammelgebiet nach eigenen Interessen und Schwerpunkten aufzubauen, sei es nach Münzstätte, Jahrgang oder Motiv.

Geschichte und Hintergrund der deutschen Reichsmark

Die Geschichte der Reichsmark Münzen beginnt streng genommen bereits mit der Reichsgründung 1871, als das neu vereinte Deutsche Reich unter Wilhelm I. eine einheitliche Währung benötigte. Die Mark, unterteilt in einhundert Pfennig, ersetzte die zuvor genutzten Talerwährungen der einzelnen deutschen Staaten. Bis 1918 wurden zahlreiche Münzen mit den Porträts der jeweiligen Landesherren geprägt, da das Kaiserreich föderal organisiert war und einzelne Königreiche wie Bayern, Sachsen oder Württemberg eigene Motive verwenden durften.

Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918 und der Ausrufung der Weimarer Republik änderte sich das Münzbild grundlegend. Die Porträts der Monarchen verschwanden, stattdessen setzten sich republikanische Symbole wie der Reichsadler durch. Die Hyperinflation der frühen 1920er Jahre stellte das Geldwesen vor immense Herausforderungen, sodass 1923 kurzzeitig die Rentenmark als Übergangswährung eingeführt wurde, um die Wirtschaft zu stabilisieren. Ab 1924 löste die Reichsmark die Rentenmark schrittweise ab und blieb bis in die Zeit des Nationalsozialismus und bis kurz nach Kriegsende 1945 offizielles Zahlungsmittel.

Während der Zeit des Dritten Reiches ab 1933 änderten sich die Münzmotive erneut deutlich. Nationalsozialistische Symbolik hielt Einzug in die Münzprägung, was diese Ausgaben aus historischer und numismatischer Sicht zu einem sensiblen, aber wichtigen Zeitzeugnis macht. Metallknappheit während des Zweiten Weltkriegs führte zudem dazu, dass zunehmend Zink und andere Ersatzmetalle anstelle von Silber oder Nickel verwendet wurden. Diese Materialwechsel lassen sich an vielen Kursmünzen aus den späten 1930er und frühen 1940er Jahren gut nachvollziehen.

Numismatische Merkmale, Materialien und Erhaltungsgrade

Wer sich intensiver mit Münzen aus dem Deutschen Reich beschäftigt, sollte einige numismatische Grundlagen kennen. Die verwendeten Materialien reichen von Silber und Nickel über Kupfer bis hin zu Aluminium und Zink, wobei sich die Legierungen je nach Zeitraum und wirtschaftlicher Lage unterschieden. Silbermünzen wurden vor allem für höhere Nennwerte und Gedenkausgaben genutzt, während geringwertigere Nominale meist aus Kupfer oder späteren Kriegsmetallen bestanden.

Ein weiteres wichtiges Merkmal ist die sogenannte Münzstätte, die durch einen kleinen Buchstaben auf der Münze gekennzeichnet wird. So steht beispielsweise A für Berlin, D für München, E für Muldenhütten, F für Stuttgart, G für Karlsruhe und J für Hamburg. Diese Kennzeichnung erlaubt es Sammlern, Münzen genauer einzuordnen und seltene Prägestätten-Varianten zu identifizieren, was für viele ein zentraler Reiz beim Sammeln ist.

Auch der Erhaltungsgrad spielt eine entscheidende Rolle für die Einordnung einer Münze. In der deutschen Numismatik haben sich feste Begriffe etabliert: Stempelglanz (st) bezeichnet eine Münze in bestmöglicher, unzirkulierter Erhaltung, vorzüglich (vz) weist nur minimale Gebrauchsspuren auf, sehr schön (ss) zeigt deutlichere Abnutzung, während schön (s) und gering erhalten (ge) stärkere Spuren des Umlaufs dokumentieren. Diese Skala hilft, den Zustand einer Münze objektiv zu beschreiben und Vergleiche zwischen einzelnen Exemplaren zu ziehen.

Wichtige Serien, Motive und Jahrgänge

Innerhalb der deutschen Reichsmark Prägungen gibt es mehrere Serien, die bei Sammlern besonders gefragt sind. Aus der Kaiserzeit stechen die goldenen 20-Mark-Stücke hervor, die Porträts verschiedener Landesherren wie Wilhelm II. von Preußen oder Ludwig III. von Bayern zeigen. Diese Goldmünzen dokumentieren die föderale Struktur des Kaiserreichs auf anschauliche Weise, da nahezu jedes Königreich eigene Motive prägen ließ.

In der Weimarer Republik entstanden zahlreiche Gedenkmünzen zu 3 und 5 Reichsmark, die an historische Ereignisse oder Jubiläen erinnerten. Bekannt sind beispielsweise Ausgaben zum Gedenken an Friedrich Schiller oder an die Verfassung von Weimar. Diese Gedenkprägungen unterscheiden sich deutlich von den schlichteren Kursmünzen und zeigen oft aufwendig gestaltete Motive, die auch künstlerisch von Interesse sind.

Aus der Zeit des Dritten Reiches sind vor allem die 5-Reichsmark-Stücke mit dem sogenannten Kirchenmotiv aus dem Jahr 1934 bekannt, die an die Potsdamer Garnisonkirche erinnern sollten. Auch die sogenannten Lindenblätter-Serien bei kleineren Nominalen sind bei Sammlern ein fester Bestandteil vieler Sammlungen. Wer sich auf einen bestimmten Jahrgang oder eine spezielle Prägestätte konzentriert, kann innerhalb dieser Serien viele Varianten und Feinheiten entdecken.

Fun Facts zum Sammelgebiet Deutsches Reich

Ein besonders spannender Aspekt der Reichsmark Münzen ist die enge Verbindung zur Hyperinflation von 1923. In dieser Zeit verloren Münzen und Banknoten so schnell an Wert, dass Preise teils mehrfach täglich angepasst werden mussten. Die Einführung der Rentenmark im November 1923 gilt als wichtiger Schritt zur Stabilisierung der Wirtschaft und markiert damit einen der dramatischsten Währungswechsel der deutschen Geschichte.

Interessant ist zudem, dass während des Zweiten Weltkriegs aus Metallmangel viele Münzen aus Zink statt aus Nickel oder Kupfer geprägt wurden. Diese Kriegsmünzen sind heute aufgrund ihrer geringeren Haltbarkeit oft in schlechterem Zustand erhalten, was sie für Sammler, die sich auf Erhaltungsgrade spezialisieren, zu einer besonderen Herausforderung macht. Auch die Vielzahl an Münzstätten-Kennzeichnungen sorgt für einen spannenden Sammelaspekt, da selbst bei identischen Jahrgängen unterschiedliche Buchstaben auf unterschiedliche Prägeorte hinweisen.

Die Welt der Reichsmark Münzen bietet ein facettenreiches Sammelgebiet, das politische Geschichte, wirtschaftliche Entwicklungen und handwerkliche Prägekunst miteinander verbindet. Ob Sie sich für Kursmünzen, Gedenkprägungen oder bestimmte Münzstätten interessieren, in dieser Kategorie finden Sie eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl an Münzen aus dem Deutschen Reich. Nutzen Sie unsere langjährige Erfahrung und stöbern Sie in Ruhe durch unser Angebot, um die passenden Stücke für Ihre Sammlung zu entdecken.

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