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Braunschweig 3 Mark Silbermünze 1915 Regierungsantritt/ Hochzeit Ernst August J. 57
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Braunschweig 3 Mark Silbermünze 1915 - Regierungsantritt/Hochzeit Jaeger-Nr. 57 Auflage nur 31.634 Münzen! Mit vollständigen Titel "ZU BRAUNSCHWEIG U. LÜNEB."! Prägestätte A (Berlin) Zum Regierungsantritt und zum Gedenken an die Hochzeit mit Viktoria Luise und der damit verbundenen Aussöhnung zwischen Hohenzollern und Welfen. Unter Wilhelm (1806 - 1884) wurde das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg ein Bundesland des Kaiserreiches. Als er 1884 kinderlos starb, meldete der Herzog von Cumberland als Oberhaupt der Welfen seine Erbansprüche an, was zum Streit zwischen den Häusern Hohenzollern und Welfen führte.1913 heiratete der Sohn des Herzogs von Cumberland Ernst August (1887 - 1953) Prinzessin Viktoria Luise, die einzige Tochter des preußischen Königs und deutschen Kaisers Wilhelms II. Diese Hochzeit versöhnte Hohenzollern und Welfen und Ernst August wurde zum Herzog von Braunschweig-Lüneburg ernannt. Ernst August war von 1913 bis 1918 Herzog von Braunschweig. In Folge der Novemberrevolution im Jahr 1918 flüchtete er ins Exil nach Österreich. Spitzenrarität zum Top-Preis
3 Mark 1914 Deutsches Kaiserreich Bayern König Ludwig III. Jaeger-Nr. 52
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Beeindruckende Silbermünze des letzten Königs von Bayern! Nur 1 Jahr geprägte Silbermünze Letzter König von Bayern Ludwig III. Ludwig III. (geb. 7. Januar 1845, gest. 18. Oktober 1921) war der letzte König von Bayern. Nach dem Tod seines Vaters Luitpold (geb. 1821, gest. 12. Dezember 1912) hatte er von diesem das Amt des Prinzregenten übernommen und für den regierungsunfähigen König Otto von Bayern (geb. 1848, gest. 1916) regiert. Am 5. November 1913 wurde er als Ludwig III. zum König von Bayern ausgerufen. Bayern hatte bis zum Tode Ottos somit nominell zwei Könige, denn Otto behielt den Titel "König von Bayern". Am 7. November 1918 wurde Ludwig III. als erster deutscher Monarch im Zuge der Novemberrevolution für abgesetzt erklärt. Sichern Sie sich jetzt Ihr Exemplar!
3 Mark 1911 Deutsches Kaiserreich Bayern Prinzregent Luitpold Jaeger-Nr. 49
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Das Königreich Bayern existierte seit 1806. Zur Zeit Ludwig II. (geboren in 1845, gestorben in 1886) wurde Bayern 1871 ein Bundesstaat des Deutschen Reiches. Nach dem Tod Ludwigs wurde sein Bruder Otto I. (geboren in 1848, gestorben in 1916) König, war aber wegen Geisteskrankheit regierungsunfähig. Es regierte Prinzregent Luitpold (geboren in 1821, gestorben in 1912).Nach dem Tod Luitpolds wurde dessen Sohn Ludwig Prinzregent. Im November 1913 wurde er als Ludwig III. (geboren in 07.01.1845, gestorben in 18.10.1921) zum König von Bayern ausgerufen, so dass Bayern bis zum Tode Otto I. nominell zwei Könige hatte. Selten angebotene Silbermünze aus dem deutschen Kaiserreich zu Ehren von Prinzregent Luitpold von Bayern!
3 Mark 1908-1913 Deutsches Kaiserreich Bayern König Otto Jaeger-Nr. 47
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Bayern 2 Mark 1908-1913 Otto von Bayern Jaeger-Nr. 47 900er Silber Otto von Bayern: Die Geschichte des Königreiches Bayern begann 1806, erster König war der Wittelsbacher Maximilian I. (*1756, 1825). Zur Zeit des "Märchenkönigs" Ludwig II. (*1845, 1886) wurde Bayern 1871 ein Bundesstaat des Deutschen Reiches. Am 9. Juni 1886 wurde Ludwig II. durch die Staatsregierung als "seelengestört" entmündigt. Nach seinem Tode im Starnberger See am 13.06.1886 wurde sein jüngerer Bruder als Otto I. (*27.04.1848, 11.10.1916) König von Bayern. Doch da Otto wegen seiner Geisteskrankheit regierungsunfähig war, regierte Prinzregent Luitpold (*1821, 1912). Nach dem Tod Luitpolds 1912 wurde sein Sohn Ludwig Prinzregent. Nach einer Verfassungsänderung wurde er als Ludwig III. (*1845, 1921) am 5. November 1913 zum König von Bayern ausgerufen, so dass Bayern bis zum Tode Otto I. nominell zwei Könige hatte, denn Otto I. behielt den Titel "König von Bayern". Ein Muss für jeden Kaiserreich-Sammler!
3 Mark 1908-1915 Deutsches Kaiserreich Baden Friedrich II. Jaeger-Nr. 39
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Großherzog Friedrich II. war von 1907 bis 1918 der letzte Großherzog von Baden. Er führte im Wesentlichen die liberale Politik seines Vaters, Friedrich I. fort. Auch auf kulturellem und wissenschaftlichem Gebiet setze er dessen Arbeit fort. So gründete er die Handelshochschule Mannheim, aus der später die Universität Mannheim entstand. Auch der Anbau des Galerieflügels der Kunsthalle Karlsruhe, der dem Werk von Hans Thoma gewidmet war, wurde unter seiner Regentschaft vollendet. Im Zuge der Abschaffung der Monarchie 1918 unterschrieb er auf Schloss Langenstein die Urkunde, mit der er auf den badischen Thron verzichtete. 3 Mark Friedrich II. Baden 1908-1915 Jahrgang unserer Wahl Silbermünze des letzten Großherzogs von Baden! Hinweis: Beispielabbildung
3 Mark 1914 Deutsches Kaiserreich Anhalt Silberne Hochzeit Jaeger-Nr. 24
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Herzogtum Anhalt 3 Mark zur Silberne Hochzeit 1914 Die 3 MarkSilbermünze wurde anlässlich der Silberhochzeit des Herzogs Friedrich II. von Anhalt mit seiner Gemahlin Marie ausgegeben. Es ist der letzte 3er des Herzogtums. Friedrich II.starb in 1918 und sein Bruder Eduard, der ihm auf dem Thron nachfolgte, überlebte ihn nur wenige Monate. Und auch die Tage der Monarchie waren gezählt. Am 12. November 1918 dankte der anhaltinische Regent Prinz Aribert im Namen des minderjährigen letzten Herzogs Joachim Ernst ab. Die Münze zeigt das Doppelporträt des Herzogs und seiner Frau Marie. Zur Silberne Hochzeit Jaeger-Nr. 24 Die letzte Drei-Mark des Herzogtums Anhalt Ein Muss für jeden Kaiserreich-Sammler!
3 Mark 1911 Deutsches Kaiserreich Anhalt Herzog Friedrich II. Jaeger-Nr. 23
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Anhalt 3 Mark Silbermünze 1911 - Friedrich II. Jaeger-Nr. 23 Auflage nur 100.000 Münzen Anhalt war lange in verschiedene Nebenlinien zersplittert.1806 erhob Napoleon die verbliebenen Fürstentümer Anhalt-Bernburg, Anhalt-Dessau und Anhalt-Köthen zu Herzogtümern. Ab 1815 gehörten sie dem Deutschen Bund an. 1863 erloschen die Linien Köthen und Bernburg, es entstand das vereinigte Herzogtum Anhalt mit Dessau als Hauptstadt. Im Deutschen Krieg 1866 stand Anhalt auf Seiten Preußens, trat dem Norddeutschen Bund bei und wurde 1871 ein Bundesstaat im Deutschen Reich. Nach dem Tode seines Vaters Friedrich I. (1831 - 1904) wurde Friedrich II. (1856 - 1918) Herzog von Anhalt. Friedrich II.starb in 1918 und sein Bruder Eduard, der ihm auf dem Thron nachfolgte, überlebte ihn nur wenige Monate. Und auch die Tage der Monarchie waren gezählt. Am 12. November 1918 dankte der anhaltinische Regent Prinz Aribert im Namen des minderjährigen letzten Herzogs Joachim Ernst ab. Die Münze zeigt das Porträt des Herzogs. Ein Muss für jeden Kaiserreich-Sammler!
2 Mark 1892-1914 Deutsches Kaiserreich Württemberg Wilhelm II. Jaeger-Nr. 174
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Württemberg 2 Mark Silbermünze König Wilhelm II. Jaeger-Nr. 174 Die Münzen des Deutschen Kaiserreiches, der gekrönten Häupter, der Kaiser, Könige, Großherzöge, Fürsten, gehören zu den größten Deutschland-Sammler. König Wilhelm II. (1982-1913), der vierte und letzte König von Württemberg. Steigen Sie jetzt in dieses spannende Sammelgebiet und die Wertentwicklung ein.Sichern Sie sich jetzt Ihr Exemplar!
2 Mark 1876-1888 Deutsches Kaiserreich Württemberg König Karl Jaeger-Nr. 172
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Württemberg 2 Mark Silbermünze König Karl Jaeger-Nr. 172 Karl (geb. 6. März 1823, gest. 6. Oktober 1891) bestieg nach dem Tode seines Vaters Wilhelm I. (geb. 1781, gest. 1864) am 25. Juni 1864 den Königsthron von Württemberg. Er war mit einer Tochter des russischen Zaren Nikolaus I. verheiratet. Unter seiner Regentschaft würde Württemberg ein Bundesstaat des 1871 neu gegründeten Deutschen Reiches. Innenpolitisch vollzog Karl nach seinem Amtsantritt einen Wechsel hin zu einer liberaleren Politik. Sichern Sie sich jetzt Ihr Exemplar! Hinweis: Beispielabbildung
2 Mark 1905 Deutsches Kaiserreich Schwarzburg-Sonderhausen Fürst Karl Günther Jaeger-Nr. 169b
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Geprägt zum 25. Regierungsjubiläum des Fürsten! Karl Günther (*07.08.1830, verstorben 28.03.1909) war der letzte Fürst der Sondershauser Linie des Schwarzburgischen Fürstenhauses. 1906 wurde Karl Günther bei einem Jagdunfall so schwer verletzt, dass er die letzten drei Jahre seines Lebens im Krankenbett verbringen musste. Nach seinem Tode regierte Günther Viktor von Schwarzburg-Rudolstadt bis zum Ende des Kaiserreiches 1918. Sichern Sie sich jetzt Ihr Exemplar!
2 Mark 1905 Deutsches Kaiserreich Schwarzburg-Sondershausen Fürst Karl Günther Jaeger-Nr. 169a
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Geprägt zum 25. Regierungsjubiläum des Fürsten! Karl Günther (*07.08.1830, verstorben am 28.03.1909) war der letzte Fürst der Sondershauser Linie des Schwarzburgischen Fürstenhauses. 1906 wurde Karl Günther bei einem Jagdunfall so schwer verletzt, dass er die letzten drei Jahre seines Lebens im Krankenbett verbringen musste. Nach seinem Tode regierte Günther Viktor von Schwarzburg-Rudolstadt bis zum Ende des Kaiserreiches 1918. Historisches: Schwarzburg-Sondershausen war der Name eines Fürstentums in Thüringen, das 1599 zunächst als Grafschaft Schwarzburg-Arnstadt gebildet wurde, 1697 zum Fürstentum erhoben wurde und zwischen 1716 bis 1919 die Bezeichnung Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen trug. Das Territorium war zerstückelt und gliederte sich in eine so genannte Ober- und eine Unterherrschaft. 1835 wurde Günther Friedrich Carl II. (*1801, verstorben 1889) Fürst von Schwarzburg-Sondershausen. In seiner Regierungszeit stand Schwarzburg-Sondershausen im Preußisch-Österreichischen Krieg auf der Seite Preußens und trat 1867 dem Norddeutschen Bund bei, wodurch die Militärhoheit an Preußen überging. 1871 wurde das Fürstentum ein Bundesstaat des Deutschen Reiches. Am 17. Juli 1880 verzichte Günther Friedrich Carl II. auf den Thron zugunsten seines Sohnes Karl Günther. Sichern Sie sich jetzt Ihr Exemplar!
2 Mark 1896/1901 Kaiserreich Schwarzbg.-Sond. Karl Günther Jaeger-Nr. 168
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Lassen Sie sich dieses Stück Geschichte nicht entgehen! Fürst Karl Günther von Schwarzburg-Sondershausen regierte von 1880 bis 1909 und war bekannt für seine fortschrittliche und liberale Politik. Er setzte sich für die Modernisierung seines Fürstentums ein und förderte die Entwicklung von Infrastruktur und Bildung. Unter seiner Regentschaft erlebte Schwarzburg-Sondershausen eine Zeit des Wohlstands und des kulturellen Aufschwungs. Die 2-Mark-Münze zeigt auf der Vorderseite das Porträt von Fürst Karl Günther und auf der Rückseite das Wappen des Deutschen Kaiserreichs. Diese Münze ist ein begehrtes Sammlerstück, ihr Wert kann je nach Erhaltungszustand und Seltenheit variieren, aber sie bleibt eine wichtige Ergänzung für jede Sammlung deutscher Münzen des Kaiserreichs. Die 2-Mark-Münze von Fürst Karl Günther von Schwarzburg-Sondershausen ist mehr als nur ein Stück Metall; sie ist ein Fenster in eine vergangene Epoche und ein Zeugnis der Rolle, die dieser Fürst in der Geschichte seines Landes spielte. Für Sammler und Geschichtsinteressierte gleichermaßen ist diese Münze ein wertvolles und faszinierendes Objekt. Jäger-Nr.: 168 900/1000 Silber Erhaltung: ss-vs Sichern Sie sich dieses wichtige historische Sammlerstück!
Kaiserreich Münzen für Ihre Sammlung entdecken
Wer sich mit Kaiserreich Münzen beschäftigt, taucht ein in eine der prägendsten Epochen der deutschen Geschichte. Zwischen 1871 und 1918 entstand ein einheitliches Münzwesen, das die Vielstaatlichkeit des jungen Deutschen Reiches auf faszinierende Weise widerspiegelt. In unserem Sortiment finden Sie Münzen aus dem Kaiserreich, die von unterschiedlichsten Herrschern, Münzstätten und Anlässen erzählen. Wenn Sie sich für Münzen Kaiserreich interessieren, erwartet Sie hier ein Sammelgebiet mit erstaunlicher Vielfalt und historischer Tiefe.
Überblick: Was zeichnet Kaiserreich Münzen aus?
Das Deutsche Kaiserreich Münzen umfassen einen Zeitraum von nur 47 Jahren, doch in dieser kurzen Zeit entstand ein bemerkenswert komplexes und facettenreiches Münzsystem. Anders als man vermuten könnte, prägte nicht allein das Reich selbst Münzen, sondern auch die einzelnen Bundesstaaten wie Preußen, Bayern, Sachsen oder Württemberg durften eigene Ausgaben mit individuellen Motiven herausgeben. Dadurch entstand eine Sammelvielfalt, die bis heute viele Numismatiker begeistert.
Gemeinsam war allen Münzen die einheitliche Währung Mark und Pfennig, die 1873 eingeführt wurde und die zuvor bestehenden Talerwährungen sowie Gulden ablöste. Diese Reichswährung sorgte für wirtschaftliche Einheit, ließ den einzelnen Staaten aber gestalterischen Spielraum auf der Vorderseite ihrer Münzen. So zeigen die Münzen aus dem Kaiserreich oft die Porträts der jeweiligen Landesherren, während die Rückseite mit dem Reichsadler ein verbindendes Symbol trug.
Geschichte und Hintergrund
Mit der Reichsgründung 1871 unter Kaiser Wilhelm I. entstand die Notwendigkeit, die zersplitterte Münzlandschaft der deutschen Einzelstaaten zu vereinheitlichen. Zuvor kursierten in den verschiedenen Regionen unterschiedliche Währungen, was den Handel erheblich erschwerte. Das Münzgesetz von 1873 legte schließlich die Mark als einheitliche Reichswährung fest und schuf damit die Grundlage für das, was Sammler heute als Kaiserreich Münzen kennen.
Während der gesamten Epoche regierten lediglich drei Kaiser: Wilhelm I., Friedrich III. und Wilhelm II. Friedrich III. verstarb bereits nach kurzer Regierungszeit im Jahr 1888, weshalb Münzen mit seinem Porträt vergleichsweise selten geprägt wurden. Wilhelm II. hingegen bestimmte über drei Jahrzehnte das Erscheinungsbild der deutschen Münzen, bis das Kaiserreich mit der Novemberrevolution 1918 endete.
Die politische Struktur des Reiches als Bund von Königreichen, Großherzogtümern, Herzogtümern und freien Städten spiegelt sich unmittelbar in den Münzbildern wider. Jeder Bundesstaat durfte eigene Silbermünzen mit dem Bildnis seines Herrschers ausgeben, während die Goldmünzen und die kleineren Nominale stärker vereinheitlicht waren. Diese föderale Prägetradition macht das Sammelgebiet bis heute so abwechslungsreich.
Numismatische Merkmale, Materialien und Erhaltungsgrade
Wer Deutsches Kaiserreich Münzen sammelt, begegnet einer breiten Palette an Materialien und Nominalen. Die höchsten Werte, die 20-Mark- und 10-Mark-Stücke, wurden in Gold geprägt und zeigen meist das Porträt des jeweiligen Landesherren auf der Vorderseite. Silber kam bei den mittleren Nominalen wie 5 Mark, 3 Mark, 2 Mark und 1 Mark zum Einsatz, während Pfennigmünzen üblicherweise aus Kupfer, Nickel oder einer Kupfer-Nickel-Legierung bestanden.
Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die Münzstätte, die anhand kleiner Buchstaben auf der Münze erkennbar ist. So steht beispielsweise A für Berlin, D für München, E für Dresden beziehungsweise Muldenhütten, F für Stuttgart und J für Hamburg. Diese Münzstättenzeichen sind für Sammler von großer Bedeutung, da sie Rückschlüsse auf die Herkunft und mitunter auch auf die Seltenheit einer Ausgabe zulassen.
Der Erhaltungsgrad, also der Zustand einer Münze, beeinflusst maßgeblich ihre Bedeutung für eine Sammlung. Gängige Bezeichnungen reichen von gut erhalten über sehr schön bis hin zu vorzüglich und Stempelglanz, wobei letzteres eine Münze ohne jegliche Abnutzungsspuren beschreibt. Gerade bei älteren Umlaufmünzen aus dem Kaiserreich sind höhere Erhaltungsgrade seltener anzutreffen, da diese Münzen tatsächlich im täglichen Zahlungsverkehr genutzt wurden.
Neben den regulären Kursmünzen gab es auch sogenannte Gedenkmünzen, die zu besonderen Anlässen wie Jubiläen, Universitätsgründungen oder bedeutenden historischen Ereignissen ausgegeben wurden. Diese Gedenkausgaben, meist als 2-Mark- oder 5-Mark-Stücke geprägt, zeigen oft aufwendigere Motive als die alltäglichen Umlaufmünzen und erfreuen sich unter Sammlern besonderer Beliebtheit.
Wichtige Serien, Motive und Länder
Innerhalb der Münzen aus dem Kaiserreich lassen sich verschiedene Sammelschwerpunkte bilden. Besonders beliebt sind die Ausgaben der größeren Königreiche wie Preußen, Bayern und Sachsen, da diese über die gesamte Reichszeit hinweg Münzen prägten und entsprechend vielfältige Jahrgänge und Porträts bieten. Aber auch kleinere Staaten wie die Großherzogtümer Baden, Hessen oder Mecklenburg-Schwerin sowie die freien Städte Hamburg, Bremen und Lübeck gaben eigene Münzen heraus, die aufgrund geringerer Prägemengen bei Sammlern besonders gefragt sind.
Ein zentrales Motiv auf nahezu allen Nominalen ist der Reichsadler, der als einheitliches Symbol des Deutschen Reiches auf der Rückseite vieler Münzen erscheint. Die Vorderseiten variieren hingegen je nach ausgebendem Staat: Sie zeigen die Bildnisse der Könige, Großherzöge oder Herzöge, oft mit wechselnden Frisuren, Uniformen oder Orden, die eine zeitliche Einordnung ermöglichen. Für Sammler, die sich auf bestimmte Landesherren spezialisieren, bieten diese Porträtvarianten ein spannendes Forschungsfeld.
Auch innerhalb der Regierungszeit Wilhelms II. lassen sich verschiedene Prägephasen unterscheiden, da sich sein Porträt über die Jahre leicht veränderte. Sammler, die sich intensiver mit Deutsches Kaiserreich Münzen befassen, achten daher genau auf Details wie Haartracht, Bart oder Kragenform, um einzelne Jahrgänge korrekt zuzuordnen. Diese kleinen Unterschiede machen die Beschäftigung mit dem Sammelgebiet besonders reizvoll.
Gold- und Silbermünzen im Vergleich
Während die Goldmünzen zu 20 und 10 Mark im Kaiserreich in erster Linie dem internationalen Zahlungsverkehr und größeren Transaktionen dienten, waren die Silbermünzen der eigentliche Bestandteil des alltäglichen Geldumlaufs. Diese unterschiedliche Funktion erklärt auch, warum Goldmünzen aus dieser Zeit oft in besseren Erhaltungsgraden vorliegen als vielfach genutzte Silbermünzen. Für angehende Sammler lohnt sich daher ein Blick auf beide Metallarten, um ein Gefühl für die jeweiligen Besonderheiten zu entwickeln.
Fun Facts zu Kaiserreich Münzen
Nur drei Kaiser regierten während der gesamten Epoche des Deutschen Kaiserreichs, wobei Friedrich III. mit rund 99 Tagen die kürzeste Regierungszeit hatte. Münzen mit seinem Porträt zählen deshalb zu den begehrtesten Objekten innerhalb dieses Sammelgebiets. Insgesamt beteiligten sich 25 Bundesstaaten sowie mehrere freie Städte am Münzwesen des Kaiserreichs, wodurch eine außergewöhnlich große Vielfalt an Motiven entstand.
Interessant ist auch, dass die 20-Mark-Goldmünze im Volksmund häufig schlicht als "Wilhelm" bezeichnet wurde, da das Porträt des Kaisers das Erscheinungsbild dieser Münze über Jahrzehnte prägte. Die Kombination aus Reichseinheit und regionaler Vielfalt macht die Münzen aus dem Kaiserreich bis heute zu einem lebendigen Spiegelbild der deutschen Geschichte vor dem Ersten Weltkrieg.
Auch die unterschiedlichen Münzstättenzeichen bergen kleine Geschichten: Manche Prägestätten wie Muldenhütten in Sachsen bestanden bereits vor der Reichsgründung und wurden nahtlos in das neue System integriert. Solche Details verdeutlichen, wie eng die Münzgeschichte des Kaiserreichs mit den älteren Traditionen der deutschen Einzelstaaten verknüpft war.
Kaiserreich Münzen in Ihrer Sammlung
Mit unserer riesigen Auswahl an Kaiserreich Münzen bieten wir Ihnen die Möglichkeit, dieses facettenreiche Sammelgebiet in seiner ganzen Breite zu entdecken. Historische Raritäten treffen bei uns auf sorgfältig zusammengestellte Bestände, die sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Sammlern gerecht werden. Unsere langjährige Erfahrung im Umgang mit historischen Münzen unterstützt Sie dabei, die passenden Stücke für Ihre persönliche Sammlung zu finden.
Ob Sie sich für die Goldmünzen einzelner Königreiche interessieren, gezielt Gedenkmünzen zusammenstellen möchten oder einfach die Vielfalt der deutschen Reichsgeschichte in Münzform erleben wollen: Das Sammelgebiet der Münzen Kaiserreich bietet für jeden Zugang spannende Entdeckungen. Wir freuen uns, Sie mit fachkundiger Beratung auf Ihrer Reise durch diese bewegte Epoche der deutschen Geschichte zu begleiten.
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