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Blockausgaben

Die historischen Blockausgaben der Freien Stadt Danzig entdecken

Die Philatelie ist eine Reise durch die Zeit, die uns historische Augenblicke in Form von filigranen Kunstwerken näherbringt. Wenn Sie sich für das faszinierende Sammelgebiet Deutschland entscheiden, stoßen Sie unweigerlich auf das hochinteressante Kapitel der Freien Stadt Danzig. Die Kategorie Briefmarken Deutschland Danzig Blockausgaben nimmt hierbei eine ganz besondere Stellung ein, da sie seltene und gestalterisch herausragende Belege einer bewegten Epoche bereithält. Diese Ausgaben faszinieren durch ihre Detailvielfalt, ihre zeitgeschichtliche Tiefe und ihre philatelistische Exklusivität.

Die Freie Stadt Danzig existierte in den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen als eigenständiges Territorium unter der Aufsicht des Völkerbundes. In dieser kurzen, aber intensiven Phase von 1920 bis 1939 entwickelte die Stadt ein eigenes Postwesen, das bis heute unter Philatelisten weltweit höchstes Ansehen genießt. Besonders die wenigen, sehr kunstvoll gestalteten Blockausgaben gelten als Kronjuwelen jeder anspruchsvollen Sammlung. Sie erzählen von technologischem Stolz, kultureller Identität und den politischen Spannungen einer Ära des Umbruchs.

In unserem gut sortierten Online-Shop bieten wir Ihnen die Gelegenheit, in dieses abgeschlossene und daher überschaubare Sammelgebiet einzutauchen. Ob Sie nach postfrischen Stücken mit makelloser Gummierung suchen oder gestempelte Exemplare mit zeitgenössischen Sonderstempeln bevorzugen, Sie werden hier fündig. Lassen Sie sich von der Ästhetik dieser geschichtsträchtigen Dokumente begeistern und ergänzen Sie Ihre Sammlung um wahre Meilensteine der Postwertzeichengeschichte.

Was zeichnet die Kategorie Briefmarken Deutschland | Danzig | Blockausgaben aus?

Das Sammelgebiet der Freien Stadt Danzig ist für Sammler besonders reizvoll, weil es zeitlich klar begrenzt ist. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges im September 1939 endete die Ära der Danziger Postverwaltung abrupt. Die Blockausgaben, die in den späten 1930er-Jahren erschienen, stellen somit den gestalterischen und drucktechnischen Höhepunkt dieses Sammelgebiets dar. Sie zeichnen sich durch ein großzügiges Format, eine aufwendige Papierwahl und eine meisterhafte Gravurarbeit aus.

Ein wesentliches Merkmal dieser Kategorie ist die geringe Anzahl der tatsächlich herausgegebenen Blöcke. Insgesamt existieren nur drei offizielle Blockausgaben der Freien Stadt Danzig, was die Komplettierung dieses Bereiches zu einem realistischen und zugleich hochspannenden Ziel macht. Trotz der überschaubaren Menge verlangen diese Stücke dem Sammler einiges an Fachwissen ab. Es gibt zahlreiche Varianten bei den Wasserzeichen, den Papierarten sowie feine Unterschiede in den Zähnungen, die den Reiz der Spezialisierung ausmachen.

Zudem sind die Auflagenzahlen der Danziger Blöcke im Vergleich zu anderen deutschen Ausgaben jener Zeit verhältnismäßig gering. Viele Stücke wurden während des Krieges zerstört oder gingen im Laufe der Jahrzehnte verloren. Gut erhaltene Exemplare, insbesondere solche mit zeitgenössischer und echter Stempelung oder makellosem Originalgummi, sind heute auf dem Markt heiß begehrt. Sie repräsentieren ein Stück greifbare europäische Geschichte im Miniaturformat.

Die philatelistischen Besonderheiten

Für den passionierten Sammler liegt der Wert eines solchen Objekts oft im Detail. Bei den Danziger Blockausgaben müssen Sie besonders auf die Erhaltung der Ränder und die Qualität der Gummierung achten. Da die Ränder dieser Blöcke oft sehr breit sind, neigen sie bei unsachgemäßer Lagerung zu Knicken oder kleinen Rissen. Ein perfekt erhaltenes Stück ohne jegliche Einschränkungen ist daher ein seltener Fund und der Stolz jedes Besitzers.

Ein weiteres wichtiges Prüfkriterium sind die Stempel. Da viele Danziger Marken nach dem Ende der Gültigkeit gefälligstgestempelt oder gar mit falschen Stempeln versehen wurden, ist die Prüfung durch einen anerkannten Experten des Bundes Philatelistischer Prüfer dringend zu empfehlen. Ein authentischer Bedarfsstempel auf einem solchen Block erzählt eine ganz eigene, authentische Geschichte des Postalltags im damaligen Danzig.

Geschichte und Hintergrund

Um die Bedeutung der Danziger Blockausgaben vollends zu verstehen, muss man sich die historische Situation der Freien Stadt Danzig vor Augen führen. Durch den Versailler Vertrag wurde Danzig vom Deutschen Reich abgetrennt und zu einem eigenständigen Freistaat unter dem Schutz des Völkerbundes erklärt. Diese politische Sonderstellung führte dazu, dass Danzig ab 1920 eigene Postwertzeichen herausgeben durfte. Die Postämter der Stadt wurden zu Zentren der Identitätsstiftung in einer politisch höchst instabilen Region.

In den ersten Jahren der Unabhängigkeit waren die Finanzen der Freien Stadt stark zerrüttet, was sich auch im Postwesen widerspiegelte. Es kam zu zahlreichen Aufdruckprovisorien, bei denen ältere deutsche Marken eilig überdruckt wurden. Erst mit der Stabilisierung der Währung und der Einführung des Danziger Guldens im Jahr 1923 festigte sich das System. Die Postverwaltung begann nun, anspruchsvolle Eigenentwürfe zu realisieren, die die Kultur und Geschichte der Hansestadt thematisierten.

Die späten 1930er-Jahre waren schließlich von einer zunehmenden politischen Annäherung an das Deutsche Reich geprägt. Diese Dynamik spiegelt sich auch auf den Briefmarken und insbesondere auf den Blockausgaben wider. Sie dienten nicht mehr nur der reinen Gebührenentrichtung, sondern wurden zunehmend als Propagandainstrumente und Repräsentationsmedien eingesetzt. Die Motive wurden heroischer, die Anlässe staatstragender, was die Blöcke zu unersetzlichen Zeitdokumenten der europäischen Vorkriegsgeschichte macht.

Motive der Marken und Serien beschreiben

Jeder der drei erschienenen Blöcke der Freien Stadt Danzig besitzt ein unverwechselbares Gesicht und thematisiert wichtige Aspekte des städtischen Lebens. Die Bildsprache ist typisch für die Epoche des späten Art déco und den beginnenden Monumentalismus der späten 1930er-Jahre. Die feinen Linienzeichnungen und die gedeckten, edel wirkenden Farben verleihen den Marken eine zeitlose Ästhetik, die auch heute noch jeden Betrachter in ihren Bann zieht.

Block 1: Die DAPOSTA 1937

Der erste Block der Freien Stadt Danzig wurde im Juli 1937 anlässlich der Danziger Postwertzeichen-Ausstellung, kurz DAPOSTA, herausgegeben. Dieser Block enthält drei Marken, die verschiedene historische Posthausszenen und Stadtansichten zeigen. Im Zentrum der Darstellung steht das berühmte Krantor, das als Wahrzeichen der Stadt weltbekannt ist. Die feine Gravur fängt das maritime Flair der alten Hansestadt an der Mottlau perfekt ein.

Die DAPOSTA-Ausgabe war ein Meilenstein für die Danziger Philatelie. Sie wurde auf speziellem Papier mit dem Wasserzeichen Waben gedruckt, was den Marken eine besondere Haptik verleiht. Dieser Block wurde sowohl in einer gezähnten als auch in einer geschnittenen Version vorbereitet, wobei die verschiedenen Varianten das Herz jedes Spezialsammlers höherschlagen lassen. Das Design strahlt einen würdevollen, fast feierlichen Charakter aus und dokumentiert den hohen Stellenwert, den die Philatelie damals in der Gesellschaft genoss.

Block 2: Der Forster-Block von 1937

Nur wenige Monate nach der DAPOSTA erschien im November 1937 der zweite Block, der dem damaligen Danziger Staatssekretär und Gauleiter Albert Forster gewidmet war. Dieser Block ist politisch hochgradig aufgeladen und zeigt auf den enthaltenen Marken das Porträt Forsters sowie monumentale Bauten der Stadt. Darunter befindet sich eine Darstellung des Danziger Staatstheater sowie des prächtigen Rathauses der Rechtstadt.

Aus historischer Sicht ist dieser Block ein Paradebeispiel für die Instrumentalisierung der Postwertzeichen durch die herrschende Politik. Philatelistisch gesehen fasziniert er durch die extrem saubere Druckausführung und die tiefe Symbolik der gewählten Gebäude. Die Kombination aus Porträtierung einer lebenden politischen Figur und historischer Architektur macht diesen Block zu einem der umstrittensten, aber auch interessantesten Sammlerobjekte des gesamten Gebietes. Wer diesen Block in seiner Sammlung weiß, besitzt ein direktes Dokument der dramatischen Spätphase der Freien Stadt.

Block 3: Das Winterhilfswerk 1938

Der dritte und letzte Block Danzigs wurde im Oktober 1938 zugunsten des Winterhilfswerkes herausgegeben. Die Marken zeigen beeindruckende Ansichten historischer Danziger Gebäude, wie die ehrwürdige Marienkirche und das Zeughaus, eingebettet in herbstliche beziehungsweise winterliche Szenerien. Die feine Linienführung der barocken Giebel und der gotischen Backsteinarchitektur zeugt von der hohen Handwerkskunst der damaligen Stecher.

Der Erlös aus dem Verkauf dieses Blockes floss direkt in soziale Hilfsprojekte, was durch entsprechende Zuschlagswerte auf den Marken ausgewiesen wurde. Dieser karitative Aspekt war in der damaligen Zeit weit verbreitet, doch die Danziger Umsetzung besticht durch eine besonders anmutige Gestaltung. Da dieser Block in den turbulenten Monaten vor dem Ausbruch des Krieges zirkulierte, ist ein echt gelaufenes Exemplar auf Brief oder Postkarte eine außergewöhnliche Rarität, die nur selten auf Auktionen angeboten wird.

Interessante Fun Facts zur Kategorie

Ein besonders faszinierender Aspekt der Danziger Philatelie ist die Tatsache, dass es bei der Herstellung des DAPOSTA-Blocks zu einer kuriosen Verwechslung kam. Bei einem Teil der Auflage wurde versehentlich ein falsches Papier verwendet, was zu unterschiedlichen Wasserzeichen-Ausrichtungen führte. Sammler, die diese feinen Unterschiede aufspüren, können wahre Raritäten in Händen halten, die auf den ersten Blick wie gewöhnliche Stücke aussehen. Solche Entdeckungen machen den Reiz unseres Hobbys aus.

Ein weiterer Fun Fact betrifft das Schicksal der Druckplatten nach 1939. Nach der Eingliederung Danzigs in das Deutsche Reich wurden viele Archive und Druckwerkzeuge konfisziert oder zerstört. Gerüchte besagen, dass einige Originalplatten der Blockausgaben in den Wirren der Nachkriegszeit von Alliierten beschlagnahmt wurden und jahrelang als Souvenirs dienten. Dies erklärt, warum später vereinzelt Nachdrucke und Fälschungen auftauchten, die mit den echten Werkzeugen, aber auf falschem Papier hergestellt wurden.

Auch die Versandwege der damaligen Zeit bergen Kuriositäten. Da Polen im Danziger Hafen ein eigenes Postamt unterhielt (die sogenannte polnische Post im Port von Danzig), kam es regelmäßig zu postpolitischen Reibereien. Der Transport von Briefen, die mit den repräsentativen Danziger Blockausgaben frankiert waren, wurde von polnischer Seite mitunter argwöhnisch beobachtet. Auf historischen Belegen kann man manchmal handschriftliche Vermerke oder ungewöhnliche Leitwege entdecken, die von diesem stummen Postkrieg zeugen.

Worauf Sie beim Kauf von Danzig Blockausgaben achten sollten

Wenn Sie sich entscheiden, Ihre Sammlung um diese exquisiten Stücke zu erweitern, sollten Sie stets mit Bedacht vorgehen. Qualität ist in der Philatelie das oberste Gebot. Bei postfrischen Blöcken ist ein unbeschädigter Originalgummi ohne Falz oder Haftstellen essenziell. Jede kleine Beeinträchtigung mindert den ideellen Wert und die makellose Ästhetik des Belegs.

Achten Sie beim Erwerb gestempelter Stücke unbedingt auf die zeitgerechte Entwertung. Da die Poststempel nach dem September 1939 oft missbräuchlich verwendet wurden, ist ein aktuelles Fotoattest oder ein Prüfbefund eines BPP-Prüfers bei höherwertigen Stücken unerlässlich. Wir legen in unserem Webshop größten Wert auf Transparenz und die einwandfreie Beschreibung aller angebotenen Lose, damit Sie mit gutem Gefühl einkaufen können.

Darüber hinaus sollten Sie auch auf die Zähnung und den Schnitt der Blöcke achten. Die Ränder der Blöcke wurden damals oft vom Postkunden selbst beschnitten, um sie auf kleinere Briefkuverts zu kleben. Solche beschnittenen Stücke sind zwar historisch interessant, sollten aber deutlich als solche deklariert sein. Unberührte, breitrandige Prachtstücke im Originalformat erzielen unter Kennern zu Recht die größte Bewunderung.

Die Beschäftigung mit den Blockausgaben der Freien Stadt Danzig bietet eine unvergleichliche Tiefe, die weit über das bloße Sammeln von Papier hinausgeht. Jedes dieser philatelistischen Kunstwerke zieht Sie tiefer in die komplexe Geschichte des frühen zwanzigsten Jahrhunderts hinein. Ergänzen Sie Ihre Sammlung mit diesen historischen Zeugen und erleben Sie die Faszination einer abgeschlossenen, hochspannenden Epoche der deutschen Postgeschichte neu.

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