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Elsaß

Historische Briefmarken der deutschen Besetzungsausgaben im Elsaß 1939-1945

Wer sich mit der Philatelie des Zweiten Weltkriegs beschäftigt, stößt unweigerlich auf ein ebenso faszinierendes wie geschichtsträchtiges Sammelgebiet. Die Briefmarken der deutschen Besetzungsausgaben im Elsaß 1939-1945 nehmen hierbei eine ganz besondere Stellung ein, da sie das Schicksal einer traditionsreichen Grenzregion in einer dramatischen Epoche dokumentieren. In unserem Online-Shop präsentieren wir Ihnen eine erlesene Auswahl dieser zeitgeschichtlichen Dokumente, die für anspruchsvolle Sammler von unschätzbarem Wert sind. Lassen Sie sich von der historischen Tiefe dieser Marken begeistern und entdecken Sie Stücke, die den rasanten Wandel einer ganzen Region widerspiegeln.

Dieses spezialisierte Sammelgebiet bietet sowohl Einsteigern als auch fortgeschrittenen Philatelisten die Möglichkeit, eine in sich abgeschlossene Epoche lückenlos zu dokumentieren. Jede einzelne Marke erzählt von politischen Umbrüchen, administrativen Herausforderungen und dem Alltag der Menschen in einer Zeit des extremen Wandels. Unser Sortiment umfasst seltene Einzelmarken, komplette Sätze, reizvolle Besonderheiten und historische Briefe, die den postalischen Alltag jener Jahre lebendig werden lassen. Finden Sie bei uns genau die Stücke, die Ihrer Sammlung noch fehlen, und sichern Sie sich originale Dokumente der Zeitgeschichte.

Was zeichnet die Kategorie Briefmarken Deutschland | Dt. Besetzungsausgaben 1939-1945 | Elsaß aus?

Die Besonderheit dieses Sammelgebiets liegt in seiner extremen zeitlichen Eingrenzung und dem provisorischen Charakter der ersten Ausgaben. Nach dem schnellen Ende des Frankreichfeldzugs im Sommer 1940 stand die neu eingesetzte deutsche Verwaltung vor der Aufgabe, das Postwesen im Elsaß sofort neu zu strukturieren. Um die Zugehörigkeit zum deutschen Herrschaftsbereich auch visuell auf jedem Brief zu demonstrieren, wurde die Verwendung französischer Postwertzeichen innerhalb kürzester Zeit untersagt. Als Übergangslösung griff man auf bewährte Bestände des Deutschen Reiches zurück und versah diese mit einem Aufdruck.

Die daraus resultierende Aufdruckserie zeichnet sich durch ein hohes Maß an philatelistischer Ästhetik und historische Aussagekraft aus. Sammler schätzen hierbei vor allem die Vielfalt an unterschiedlichen Plattenfehlern, Aufdruckverschiebungen und die verschiedenen Stempelformen, die während der kurzen Verwendungszeit vorkamen. Da die Marken bereits nach sechzehn Monaten im Dezember 1941 ihre Frankaturgültigkeit verloren, sind echt gelaufene Stücke auf Brief heute verhältnismäßig selten. Genau diese Kombination aus geschichtlicher Relevanz, begrenzter Auflage und kurzer Laufzeit macht die Kategorie zu einem der spannendsten Bereiche der deutschen Besetzungsphilatelie.

Die Faszination postalischer Übergangsperioden

Der Übergang von der französischen zur deutschen Postverwaltung vollzog sich nicht reibungslos, was für Philatelisten ein wahres Paradies für Entdeckungen darstellt. In den ersten Tagen kam es zu provisorischen Maßnahmen, da die neuen Aufdruckmarken noch nicht flächendeckend an allen Postschaltern verfügbar waren. Wer sich auf diese Phase spezialisiert, sucht nach Belegen mit handschriftlichen Vermerken oder Notentwertungen, die extrem selten sind. Solche Dokumente spiegeln die Improvisation der ersten Besetzungswochen perfekt wider und verleihen jeder Sammlung eine ganz persönliche, historische Note.

Zudem ist die Vielfalt der verwendeten Stempel ein zentrales Merkmal dieser Kategorie. Von eilig aptierten französischen Stempeln, bei denen die französischen Ortsnamen unkenntlich gemacht wurden, bis hin zu den neu eingeführten deutschen Standardstempeln reicht das Spektrum. Diese stempeltechnischen Besonderheiten machen jedes überlebende Dokument zu einem individuellen Unikat. Für den forschenden Philatelisten bietet das Elsaß jener Jahre somit ein nahezu unerschöpfliches Feld an Entdeckungsmöglichkeiten.

Geschichte und Hintergrund: Das Elsaß im Zweiten Weltkrieg

Um die Freimarken dieser Epoche richtig zu verstehen, ist ein Blick auf die historischen Ereignisse unerlässlich. Nach dem Waffenstillstand von Compiègne im Juni 1940 wurde das Elsaß nicht formell in das Deutsche Reich eingegliedert, sondern unter eine deutsche Zivilverwaltung gestellt. Als Chef der Zivilverwaltung wurde der badische Gauleiter Robert Wagner eingesetzt, der eine rücksichtslose Politik der Eindeutschung verfolgte. Das Ziel war die vollständige administrative und kulturelle Verschmelzung des Gebiets mit dem angrenzenden Gau Baden, was sich auch direkt auf das Postwesen auswirkte.

Die französische Post wurde aufgelöst und die Infrastruktur der Deutschen Reichspost unterstellt, wobei die Reichspostdirektion Karlsruhe die Leitung übernahm. Bereits im August 1940 wurde die französische Währung durch die Reichsmark ersetzt, was die sofortige Invalidierung aller noch im Umlauf befindlichen französischen Marken zur Folge hatte. Um den Postverkehr nicht kollabieren zu lassen, mussten im Eiltempo neue Wertzeichen beschafft werden, was zur Geburtsstunde der berühmten Aufdruckmarken führte. Diese Marken waren somit stumme Zeugen einer rigorosen politischen Umgestaltung.

Die administrative Eingliederung in das Reichspostsystem

Die Einführung der Aufdruckmarken war von Anfang an nur als Übergangslösung gedacht, um die Zeit bis zur vollständigen postalischen Integration zu überbrücken. Ab dem 1. Januar 1942 wurde das Elsaß dann vollständig in das reguläre Postgebiet des Deutschen Reiches integriert. Ab diesem Zeitpunkt waren keine speziellen Aufdruckmarken mehr nötig, sondern es kamen die regulären Dauerserien des Reiches zum Einsatz. Dieser Schritt markierte das Ende einer kurzen, aber postgeschichtlich hochkomplexen Phase, deren Zeugnisse heute von Sammlern auf der ganzen Welt gesucht werden.

Während dieser sechzehn Monate der Gültigkeit war der Postverkehr strengen Zensurmaßnahmen unterworfen, was sich häufig in Form von Zensurstempeln und Verschlussstreifen auf den Briefen zeigt. Auch der private Paketverkehr und der Geldtransfer wurden neu geregelt, was zu einer Vielzahl an unterschiedlichen Formularen und Paketkarten führte. Für den Heimatsammler bietet diese Phase eine faszinierende Fülle an Belegen, welche die Einschränkungen und die bürokratische Ordnung jener Zeit detailliert dokumentieren.

Motive der Marken und Serien: Die Hindenburg-Aufdrucke im Fokus

Das optische Erscheinungsbild der wichtigsten Serie dieser Kategorie ist minimalistisch und zweckmäßig. Als Ur-Marke diente die bekannte Freimarkenserie des Deutschen Reiches mit dem Porträt des verstorbenen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg im Medaillon. Diese Marken, die im Buchdruckverfahren hergestellt wurden, erhielten einen schwarzen, horizontalen Buchdruckaufdruck mit dem Wort Elsaß. Der Aufdruck wurde in einer gut lesbaren, serifenlosen Schrift ausgeführt und zog sich quer über das Porträt des Reichspräsidenten.

Insgesamt umfasst die am 15. August 1940 erschienene Serie sechzehn verschiedene Werte, die von 3 Reichspfennig bis zu 100 Reichspfennig reichen. Die niedrigen Werte zeigen das Hindenburg-Profil in verschiedenen Farben wie Braun, Grün oder Rot, während die höheren Werte in gedeckteren Tönen gedruckt wurden. Diese Serie deckte alle gängigen Portostufen des damaligen Postverkehrs ab, vom einfachen Ortsbrief bis hin zu schweren Auslandssendungen. Sammler versuchen meist, diese Serie sowohl in postfrischer Erhaltung als auch mit sauberen Rundstempeln komplett zusammenzutragen.

Die überdruckten französischen Portomarken

Neben den regulären Freimarken existiert eine weitere, philatelistisch hochspannende Gruppe von Marken: die Portomarken. Da die Reichspost im Elsaß weiterhin Nachporto einziehen musste, aber keine eigenen Portomarken für dieses Gebiet vorgesehen waren, griff man auf originelle Weise auf französische Bestände zurück. Die noch in den Postämtern vorhandenen französischen Portomarken wurden mit einem zweizeiligen Aufdruck versehen. Dieser Aufdruck enthielt oben das Wort Elsaß und unten den neuen Wert in Reichspfennig, da die französische Währung ungültig war.

Diese Portomarken-Serie ist aufgrund ihrer Seltenheit und der teils sehr geringen Auflagenhöhen ein absolutes Highlight für jeden Spezialsammler. Die Kombination aus französischem Grunddesign und deutschem Besetzungsaufdruck erzeugt einen reizvollen optischen Kontrast, der auf jedem Albumblatt sofort ins Auge fällt. Aufgrund der Seltenheit dieser Stücke ist beim Kauf stets auf eine verlässliche Prüfung zu achten, da von diesen Ausgaben leider auch zeitgenössische und spätere Fälschungen existieren.

Plattenfehler und seltene Aufdruckvarianten

Da der Aufdruck der Marken unter erheblichem Zeitdruck in der Staatsdruckerei in Berlin durchgeführt wurde, blieben kleinere Unregelmäßigkeiten nicht aus. Für den detailorientierten Sammler bietet die Hindenburg-Serie daher eine Vielzahl an interessanten Plattenfehlern und Aufdruckbesonderheiten. Dazu gehören beschädigte Buchstaben im Wort Elsaß, unterschiedlich dicke Aufdrucklinien oder minimale Verschiebungen des Schriftzugs nach oben oder unten. Auch vereinzelte Doppelaufdrucke oder kopfstehende Aufdrucke sind bekannt und gehören zu den gesuchtesten Raritäten des Sammelgebiets.

Das Studium dieser feinen Unterschiede erfordert oft eine Lupe und präzise Vergleichsliteratur, belohnt den Sammler jedoch mit tiefen Einblicken in die damalige Drucktechnik. Wer ein solches Stück in seiner Sammlung nachweisen kann, besitzt oft eine echte Rarität, die den Wert der gesamten Kollektion erheblich steigert. Wir sind stets bemüht, Ihnen auch solche spezialisierten Besonderheiten in unserem Shop anzubieten, um Ihre Sammelleidenschaft optimal zu unterstützen.

Interessante Besonderheiten und Fakten zu den Elsass-Ausgaben

Ein besonders kurioser Aspekt betrifft die rigorose Eindeutschung aller Ortsnamen auf den Poststempeln. Fast alle Postämter im Elsaß mussten ihre französischen Stempelwerkzeuge umarbeiten oder komplett ersetzen, um jegliche französische Sprache aus dem Postalltag zu verbannen. So wurde beispielsweise aus der Stadt Strasbourg im Handumdrehen wieder Straßburg, und Mulhouse wurde fortan als Mülhausen gestempelt. Diese aptierten Stempel, bei denen die französische Schreibweise oft provisorisch herausgefeilt oder überklebt wurde, sind für Heimatsammler von unschätzbarem historischem Wert.

Ein weiterer interessanter Fakt ist, dass trotz des strengen Verbots in den ersten Wochen der Besetzung vereinzelt Mischfrankaturen vorkamen. Bürger, die noch im Besitz französischer Ganzsachen oder Briefumschläge waren, kombinierten diese manchmal mit den neuen Aufdruckmarken, um das restliche Guthaben aufzubrauchen. Solche Belege wurden von der Post oft beanstandet, schlüpften jedoch manchmal unbemerkt durch den postalischen Filter. Briefe mit solchen Mischfrankaturen gelten heute als absolute Spitzenstücke der europäischen Philatelie und sind nur sehr selten im Handel zu finden.

Die Rolle der Poststellen auf dem Land

Während in den großen Städten wie Straßburg oder Kolmar die Postversorgung schnell und professionell umgestellt wurde, sah dies in den kleinen, ländlichen Gemeinden oft anders aus. Hier blieben die alten französischen Stempel mangels Ersatz teilweise noch wochenlang im Einsatz, wobei die Posthalter den Ortsnamen einfach handschriftlich korrigierten. Solche Belege zeugen vom pragmatischen Umgang der Landbevölkerung mit den Vorgaben der Verwaltung und sind ein wunderbares Beispiel für gelebte Postgeschichte. Sie zeigen, dass Philatelie weit mehr ist als das bloße Sammeln von bunten Papierbildchen.

Auch die unterschiedlichen Papierarten, die für den Druck der Aufdrucke verwendet wurden, bieten Raum für weitreichende Forschungen. Je nachdem, welche Teilauflage der Hindenburg-Marken gerade vorrätig war, variiert das Papier von dickem, mattem Papier bis hin zu dünneren, leicht glänzenden Varianten. Diese Nuancen im Material machen das Sammelgebiet für den philatelistischen Forschergeist so ungemein attraktiv und vielschichtig.

Wertvolle Sammlerhinweise für Ihren Aufbau der Kollektion

Wenn Sie eine Sammlung aufbauen möchten, steht die Qualität der Stücke immer an erster Stelle. Bei den ungebrauchten Marken sollten Sie darauf achten, dass der Originalgummi unbeschädigt und ohne Falzspuren erhalten ist, was man in der Philatelie als postfrisch bezeichnet. Solche tadellosen Stücke erfreuen sich einer stabilen Nachfrage und bilden das solide Fundament einer jeden modernen Sammlung. Aber auch sauber gestempelte Marken mit zeitgerechten Ortsstempeln haben ihren ganz besonderen Reiz und dokumentieren den tatsächlichen postalischen Einsatz im Elsaß.

Da es sich um ein geschichtlich sensibles und wertvolles Gebiet handelt, ist das Thema Echtheit von zentraler Bedeutung. Insbesondere bei den seltenen Portomarken und den hohen Werten der Hindenburg-Serie sind im Laufe der Jahrzehnte viele Fälschungen zum Schaden der Sammler hergestellt worden. Wir empfehlen Ihnen daher dringend, beim Kauf hochwertiger Stücke auf aktuelle Prüfungen anerkannter Experten des Bundes Philatelistischer Prüfer (BPP) zu achten. In unserem Sortiment finden Sie zertifizierte und signierte Stücke, die Ihnen die absolute Gewissheit geben, ausschließlich Originale von bleibendem historischem Wert zu erwerben.

Nehmen Sie sich Zeit für den systematischen Aufbau Ihrer Kollektion und dokumentieren Sie die historischen Hintergründe der einzelnen Belege. Ein gut gestaltetes Albumblatt, das neben den Marken auch Details zum historischen Kontext oder zur Stempelung enthält, wertet Ihre Sammlung optisch und inhaltlich massiv auf. Entdecken Sie jetzt die Vielfalt der Besetzungsausgaben des Elsaß in unserem Shop und erweitern Sie Ihre Sammlung um diese faszinierenden Dokumente einer bewegten europäischen Epoche. Wir stehen Ihnen mit unserer philatelistischen Fachkompetenz gerne beratend zur Seite.

Versandkostenfreie Lieferung ab 150,- € Bestellwert

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