Sowjetische Zone
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SBZ Mi.Nr. 207/11 gest.
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Freimarken: Alliierte Besetzung -Gemeinschaftsausgaben 1948 Bereits am 17. April wehen in Leipzig weiße Laken im Wind nur am Neuen Rathaus verschanzen sich noch Volkssturm und versprengte Wehrmachtssoldaten. Aber erst am 18. April kommen die hierbeigesehnten Armerikaner. In zusammen 38 großangelegten Luftangriffen wurde ein Großteil der Stadt von der Royal Airforce und den Amerikanern zwischen 1941 und 1945 in Schutt und Asche gelegt. Die Infrastruktur liegt am Boden. 140.000 Menschen sind obdachlos, Krankenhäuser, Kirchen, Theater und Schulen sind zerstört. Die US-Armee hilft und muss aber bereits am 2. Juli 1945 das Feld räumen, denn die Sowjets übernehmen die Oberhoheit über Leipzig. Im Austausch für die Räumung erhalten die Amerikaner und Briten im von den Russen besiegten Berlin ihre Sektoren. Mit dem Einzug der Russen kehren Angst und Schrecken zurück. Erst viele Monate später beruhigt sich die Lage in der deutschen Messestadt. Erst Jahre später spricht man wieder von einer Normalisierung... Das dürfen Sie sich nicht engehen lassen! Hinweis: Beispielabbildung
SBZ Michel-Nr. 182/197 ohne Michel-Nr. 195 gestempelt
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Freimarken: Sowjetische Besatzungszone 1948 Bereits am 17. April wehen in Leipzig weiße Laken im Wind nur am Neuen Rathaus verschanzen sich noch Volkssturm und versprengte Wehrmachtssoldaten. Aber erst am 18. April kommen die hierbeigesehnten Armerikaner. In zusammen 38 großangelegten Luftangriffen wurde ein Großteil der Stadt von der Royal Airforce und den Amerikanern zwischen 1941 und 1945 in Schutt und Asche gelegt. Die Infrastruktur liegt am Boden. 140.000 Menschen sind obdachlos, Krankenhäuser, Kirchen, Theater und Schulen sind zerstört. Die US-Armee hilft und muss aber bereits am 2. Juli 1945 das Feld räumen, denn die Sowjets übernehmen die Oberhoheit über Leipzig. Im Austausch für die Räumung erhalten die Amerikaner und Briten im von den Russen besiegten Berlin ihre Sektoren. Mit dem Einzug der Russen kehren Angst und Schrecken zurück. Erst viele Monate später beruhigt sich die Lage in der deutschen Messestadt. Erst Jahre später spricht man wieder von einer Normalisierung... Das dürfen Sie sich nicht entgehen lassen!Hinweis: Beispielabbildung
SBZ Bezirkshandstempel 1948 Gemischte Bezirke Mi.Nr. 166/81 (ohne 179) gestempelt geprüft
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Die Bezirkshandstempel - Eine Wissenschaft für sich!Gemischte Bezirke Mi.Nr. 166/181 (ohne 179) Alle Werte mit BPP-Prüfung! In ausgesuchtergestempelter Spitzenqualität! Auf Basis der am 21.9.1948 in den Westlichen Besatzungszonen Deutschlands durchgeführten Wahrungsreform ordnete die Sowjetische Militäradministration mit Datum vom 23.6.1948 für den nächsten Tag eine solche auch für den Osten des Landes an. Mit diesem Datum durften keine Werte in Reichsmark-Währung mehr über die Postschalter der SBZ verkauft werden. Da jedoch per sofort keine echte Alternative verfügbar war und Unklarheit darüber herrschte, wann die vorgesehen Maschinen Überdrucke erhältlich sein würden, erfolgte die Anordnung einer Übergangslösung: Der Überdruck der Pfennigwerte der 2. Kontrollratsserie mittels sogenannte Bezirkstempel. Nur 10 Tage später wurden sie von den Maschinen-Überdrucken abgelöst, blieben jedoch bis 10.7.1948 (auch in den Westsektoren Berlins) gültig. Aufgrund des provisorischen Charakters der Bezirkshandstempel und der extrem kurzen Verwendung existiert eine große Zahl an Fälschungen dieser extrem gesuchten Ausgaben.Hinweis : Beispielabbildung
Briefmarken SBZ "Wir bauen Brücken" - MiNr. 112-115 yy **
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Seltene Thüringer Sonderausgabe 1946 - postfrisch und geprüft In der unmittelbaren Nachkriegszeit stand der Wiederaufbau Deutschlands im Mittelpunkt - auch in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ). Ein besonders eindrucksvolles philatelistisches Zeugnis dieser Zeit ist die Serie "Wir bauen Brücken" aus Thüringen, ausgegeben im Jahr 1946. Diese symbolträchtigen Marken zeigen verschiedene Brückenmotive und stehen sinnbildlich für den wirtschaftlichen Neuanfang und die Hoffnung auf Stabilität. Die hier vorliegende Variante wurde auf **dünnem Papier** gedruckt - eine seltene Abart, die von Sammlern besonders geschätzt wird. Das vollständige Set umfasst die Michel-Nummern 112 bis 115 in der Untervariante **yy**, alle postfrisch (**) und geprüft. Die vier Motive zeigen eindrucksvolle Brückenkonstruktionen aus ganz Thüringen und spiegeln den Geist des Wiederaufbaus wider. Diese Ausgabe zählt zu den gefragtesten Regionalausgaben der SBZ - nicht zuletzt wegen ihrer klaren Gestaltung und tiefen symbolischen Bedeutung. MiNr. 112-115 yy, postfrisch (**) auf dünnem Papier Seltene Druckvariante mit geprüftem Erhaltungszustand Ausgabe Thüringen 1946 - "Wir bauen Brücken" Sichern Sie sich dieses bedeutende Nachkriegs-Dokument - eine echte Rarität der frühen SBZ-Philatelie!
SBZ Michel-Nr. 230/231 postfrisch
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Sowjetische Besatzungszone Bereits am 17. April wehen in Leipzig weiße Laken im Wind nur am Neuen Rathaus verschanzen sich noch Volkssturm und versprengte Wehrmachtssoldaten. Aber erst am 18. April kommen die hierbeigesehnten Armerikaner. In zusammen 38 großangelegten Luftangriffen wurde ein Großteil der Stadt von der Royal Airforce und den Amerikanern zwischen 1941 und 1945 in Schutt und Asche gelegt. Die Infrastruktur liegt am Boden. 140.000 Menschen sind obdachlos, Krankenhäuser, Kirchen, Theater und Schulen sind zerstört. Die US-Armee hilft und muss aber bereits am 2. Juli 1945 das Feld räumen, denn die Sowjets übernehmen die Oberhoheit über Leipzig. Im Austausch für die Räumung erhalten die Amerikaner und Briten im von den Russen besiegten Berlin ihre Sektoren. Mit dem Einzug der Russen kehren Angst und Schrecken zurück. Erst viele Monate später beruhigt sich die Lage in der deutschen Messestadt. Erst Jahre später spricht man wieder von einer Normalisierung... Das dürfen Sie sich nicht entgehen lassen!
SBZ Michel-Nr. 182/197 postfrisch ohne Michel-Nr. 195
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Sowjetische Besatzungszone Bereits auf der Konferenz in Jalta (Februar 1945) sprach man sich für eine Aufteilung Deutschlands in 4 Sektoren aus. Den Ostteil sollte die Sowjetunion verwalten, diese Zone sollte dann auch 'Sowjetische Besatzungszone' (SBZ) genannt werden. Nach der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 übernahmen die Sowjets die Verwaltung im Osten. Die im Schlepptau kommenden deutschen Exil-Kommunisten sollten das Land politisch im Sinne der UdSSR aufbauen. Die Demontage der Industrie erschwerte den Neustart in der SBZ gewaltig. Die ersten Jahre der SBZ sind daher überschattet von einer willkürlichen Herrschaft, Deportationen und Nöten. Auch philatelistisch musste viel improvisiert werden, da es immer zu Papier- und Materialengpässen kam. Gerade diese Knappheit macht heute die Marken sehr gefragt, denn die geringen bis winzigen Auflagen und eine große Zahl an Besonderheiten machen diesesGebiet zu einem Top-Sammelgebiet. Das dürfen Sie sich nicht entgehen lassen!
SBZ Michel-Nr. 240/241 postfrisch
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Sowjetische Besatzungszone Bereits am 17. April wehen in Leipzig weiße Laken im Wind nur am Neuen Rathaus verschanzen sich noch Volkssturm und versprengte Wehrmachtssoldaten. Aber erst am 18. April kommen die hierbeigesehnten Armerikaner. In zusammen 38 großangelegten Luftangriffen wurde ein Großteil der Stadt von der Royal Airforce und den Amerikanern zwischen 1941 und 1945 in Schutt und Asche gelegt. Die Infrastruktur liegt am Boden. 140.000 Menschen sind obdachlos, Krankenhäuser, Kirchen, Theater und Schulen sind zerstört. Die US-Armee hilft und muss aber bereits am 2. Juli 1945 das Feld räumen, denn die Sowjets übernehmen die Oberhoheit über Leipzig. Im Austausch für die Räumung erhalten die Amerikaner und Briten im von den Russen besiegten Berlin ihre Sektoren. Mit dem Einzug der Russen kehren Angst und Schrecken zurück. Erst viele Monate später beruhigt sich die Lage in der deutschen Messestadt. Erst Jahre später spricht man wieder von einer Normalisierung... Das dürfen Sie sich nicht entgehen lassen!
SBZ Michel-Nr. 234/238 postfrisch
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Sowjetische Besatzungszone Bereits auf der Konferenz in Jalta (Februar 1945) sprach man sich für eine Aufteilung Deutschlands in 4 Sektoren aus. Den Ostteil sollte die Sowjetunion verwalten, diese Zone sollte dann auch 'Sowjetische Besatzungszone' (SBZ) genannt werden. Nach der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 übernahmen die Sowjets die Verwaltung im Osten. Die im Schlepptau kommenden deutschen Exil-Kommunisten sollten das Land politisch im Sinne der UdSSR aufbauen. Die Demontage der Industrie erschwerte den Neustart in der SBZ gewaltig. Die ersten Jahre der SBZ sind daher überschattet von einer willkürlichen Herrschaft, Deportationen und Nöten. Auch philatelistisch musste viel improvisiert werden, da es immer zu Papier- und Materialengpässen kam. Gerade diese Knappheit macht heute die Marken sehr gefragt, denn die geringen bis winzigen Auflagen und eine große Zahl an Besonderheiten machen dieses Gebiet zu einem Top-Sammelgebiet.
SBZ Briefmarken MichelNr. 233 postfrisch
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Sowjetische Besatzungszone Bereits am 17. April wehen in Leipzig weiße Laken im Wind nur am Neuen Rathaus verschanzen sich noch Volkssturm und versprengte Wehrmachtssoldaten. Aber erst am 18. April kommen die hierbeigesehnten Armerikaner. In zusammen 38 großangelegten Luftangriffen wurde ein Großteil der Stadt von der Royal Airforce und den Amerikanern zwischen 1941 und 1945 in Schutt und Asche gelegt. Die Infrastruktur liegt am Boden. 140.000 Menschen sind obdachlos, Krankenhäuser, Kirchen, Theater und Schulen sind zerstört. Die US-Armee hilft und muss aber bereits am 2. Juli 1945 das Feld räumen, denn die Sowjets übernehmen die Oberhoheit über Leipzig. Im Austausch für die Räumung erhalten die Amerikaner und Briten im von den Russen besiegten Berlin ihre Sektoren. Mit dem Einzug der Russen kehren Angst und Schrecken zurück. Erst viele Monate später beruhigt sich die Lage in der deutschen Messestadt. Erst Jahre später spricht man wieder von einer Normalisierung... Das dürfen Sie sich nicht entgehen lassen!
SBZ Michel-Nr. 232 postfrisch
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Sowjetische Besatzungszone Bereits am 17. April wehen in Leipzig weiße Laken im Wind nur am Neuen Rathaus verschanzen sich noch Volkssturm und versprengte Wehrmachtssoldaten. Aber erst am 18. April kommen die hierbeigesehnten Armerikaner. In zusammen 38 großangelegten Luftangriffen wurde ein Großteil der Stadt von der Royal Airforce und den Amerikanern zwischen 1941 und 1945 in Schutt und Asche gelegt. Die Infrastruktur liegt am Boden. 140.000 Menschen sind obdachlos, Krankenhäuser, Kirchen, Theater und Schulen sind zerstört. Die US-Armee hilft und muss aber bereits am 2. Juli 1945 das Feld räumen, denn die Sowjets übernehmen die Oberhoheit über Leipzig. Im Austausch für die Räumung erhalten die Amerikaner und Briten im von den Russen besiegten Berlin ihre Sektoren. Mit dem Einzug der Russen kehren Angst und Schrecken zurück. Erst viele Monate später beruhigt sich die Lage in der deutschen Messestadt. Erst Jahre später spricht man wieder von einer Normalisierung... Das dürfen Sie sich nicht entgehen lassen!
SBZ Michel 229 postfrisch
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Karl Liebknecht & Rosa Luxemburg - KPDler der ersten Stunde auf SBZ-Briefmarke Zwei herausragende Persönlichkeiten, die deutsche Politikgeschichte geschrieben haben! Erwähnenswert die von Ihnen ins Leben gerufenen Spartakusbriefe, deren Mitglieder sich 1918 in den Spartakusbund umbenannten. Sichern Sie sich jetzt eine historisch einzigartige Briefmarke zum Hammerpreis! Im Michel noch weit unterbewertet, bietet sich jetzt die beste Gelegenheit zum Schnäppchenkauf! Info: SBZ Mi.Nr. 229, postfrische Luxusqualität, Erscheinungstermin: 15. Januar 1949.
SBZ Michel 228 postfrisch
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Sowjetische Besatzungszone Bereits am 17. April wehen in Leipzig weiße Laken im Wind nur am Neuen Rathaus verschanzen sich noch Volkssturm und versprengte Wehrmachtssoldaten. Aber erst am 18. April kommen die hierbeigesehnten Armerikaner. In zusammen 38 großangelegten Luftangriffen wurde ein Großteil der Stadt von der Royal Airforce und den Amerikanern zwischen 1941 und 1945 in Schutt und Asche gelegt. Die Infrastruktur liegt am Boden. 140.000 Menschen sind obdachlos, Krankenhäuser, Kirchen, Theater und Schulen sind zerstört. Die US-Armee hilft und muss aber bereits am 2. Juli 1945 das Feld räumen, denn die Sowjets übernehmen die Oberhoheit über Leipzig. Im Austausch für die Räumung erhalten die Amerikaner und Briten im von den Russen besiegten Berlin ihre Sektoren. Mit dem Einzug der Russen kehren Angst und Schrecken zurück. Erst viele Monate später beruhigt sich die Lage in der deutschen Messestadt. Erst Jahre später spricht man wieder von einer Normalisierung... Das dürfen Sie sich nicht engehen lassen!
Briefmarken der Sowjetischen Besatzungszone sammeln und verstehen
Die Faszination der Philatelie liegt oft in den Epochen des Umbruchs, in denen Postwertzeichen zu echten Zeitzeugen des historischen Wandels werden. Ein solches, historisch wie philatelistisch überaus spannendes Kapitel schlagen Sie mit den Briefmarken der Alliierten Besetzung aus der Sowjetischen Zone auf. Nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches im Mai 1945 stand das Postwesen vor einem kompletten Neuanfang, der von Improvisation und regionalen Unterschieden geprägt war. In dieser Kategorie präsentieren wir Ihnen ein exquisites Sortiment dieser geschichtsträchtigen Belege, die heute zu den spannendsten Sammelgebieten der deutschen Postgeschichte zählen. Tauchen Sie ein in eine Ära, in der Papierknappheit, politische Neuordnung und unbändiger Aufbauwille das Bild der täglichen Postsendungen bestimmten.
Für engagierte Philatelisten bietet dieses Sammelgebiet eine nahezu unerschöpfliche Vielfalt an Facetten, die weit über das bloße Einkleben von Standardwerten hinausgehen. Jedes einzelne Stück erzählt eine eigene kleine Geschichte von regionalen Notmaßnahmen, provisorischen Überdrucken und dem allmählichen Übergang zu einer eigenständigen Verwaltung. Ob Sie sich für die frühen Lokalausgaben, die berühmten Bezirksstempelaufdrucke oder die kunstvollen ersten Gedenkblätter interessieren, hier finden Sie wertvolle Ergänzungen für Ihre Sammlung. Lassen Sie sich von der Tiefe dieser Epoche begeistern und entdecken Sie Stücke, die den Geist des Übergangs von 1945 bis zur Gründung der Deutschen Demokratischen Republik im Jahr 1949 perfekt verkörpern. Wir laden Sie ein, die Vielfalt dieser historischen Epoche in aller Ruhe zu erkunden.
Was zeichnet die Kategorie Briefmarken Deutschland | Alliierte Besetzung | Sowjetische Zone aus?
Die Briefmarken der Sowjetischen Besatzungszone, in philatelistischen Fachkreisen kurz als SBZ bezeichnet, zeichnen sich vor allem durch ihre immense Materialvielfalt und die Spuren des damaligen Mangels aus. Da zu Beginn der Besatzungszeit keine einheitlichen Postwertzeichen für das gesamte Gebiet zur Verfügung standen, behalfen sich die Oberpostdirektionen in Thüringen, Sachsen, Mecklenburg und Brandenburg mit eigenen Ausgaben. Diese sogenannten Lokalausgaben und Provinz-Ausgaben bilden ein faszinierendes Mosaik regionaler Zeitgeschichte, das Sammlern eine Fülle an Varianten und Besonderheiten bietet. Erfahrene Liebhaber schätzen an diesem Gebiet besonders, dass man selbst in scheinbar gewöhnlichen Lots noch unentdeckte Plattenfehler oder seltene Papierarten aufspüren kann. Jedes Albumblatt der SBZ unterscheidet sich grundlegend von den hochgradig standardisierten Emissionen modernerer Epochen.
Die faszinierende Welt der Lokalausgaben und Bezirksstempel
Ein herausragendes Merkmal dieser Kategorie sind die provisorischen Überdrucke und lokalen Notausgaben, die direkt nach dem Einmarsch der sowjetischen Truppen entstanden. Um die alten Bestände an Reichsmarken weiterzuverwenden, wurden diese oft mit einfachen Mitteln unkenntlich gemacht oder mit neuen Wertstufen überstempelt. Besonders berühmt sind die Bezirksstempelaufdrucke aus dem Sommer 1948, die im Zuge der Währungsreform in aller Eile hergestellt wurden. Diese Aufdrucke wurden meist mit Handstempeln auf den Gemeinschaftsausgaben der Alliierten Besetzung angebracht, was zu einer unübersehbaren Fülle an Typen, Stellungen und Farbnuancen führte. Wer sich auf diese Spezialgebiete konzentriert, benötigt ein gutes Auge, Geduld und oft auch eine Lupe, um die echten Raritäten von den zahllosen Fälschungen zu unterscheiden.
Besonderheiten bei Papier, Zähnung und Farben
Der eklatante Papiermangel der Nachkriegsjahre zwang die Druckereien der SBZ dazu, auf jedes nur erdenkliche Trägermaterial zurückzugreifen. So findet man Briefmarken dieser Epoche auf dickem, kartonartigem Papier ebenso wie auf hauchdünnem Zigarettenpapier oder gar auf der Rückseite von alten Formularen und Landkarten. Auch die Zähnungsmaschinen arbeiteten oft ungenau oder mussten behelfsmäßig repariert werden, was zu einer Vielzahl von unterschiedlichen Zähnungsmaßen und Durchstichen führte. Da zudem die verwendeten Druckfarben oft nicht einheitlich gemischt werden konnten, existiert bei vielen Werten ein breites Spektrum an Farbnuancen. Diese materialtechnischen Abweichungen machen die SBZ zu einem Paradies für Forscher und Spezialisten, die ihre Sammlung strukturiert nach Papieren und Farben gliedern möchten.
Geschichte und Hintergrund der sowjetischen Besatzungszeit
Um die Philatelie der Sowjetischen Zone vollends zu verstehen, muss man sich die dramatischen gesellschaftlichen und politischen Verwerfungen der Jahre 1945 bis 1949 vor Augen führen. Nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht übernahm die Sowjetische Militäradministration in Deutschland, kurz SMAD, die oberste Regierungsgewalt in der ostdeutschen Zone. Der Postverkehr, der in den letzten Kriegswochen völlig zum Erliegen gekommen war, musste unter extremen Bedingungen wieder aufgebaut werden. Die SMAD stand vor der Herausforderung, einerseits die Kommunikation der Bevölkerung zu ermöglichen und andererseits eine strikte Zensur sowie die politische Kontrolle über alle gedruckten Medien auszuüben. So spiegeln die ersten Postwertzeichen dieser Zone den mühsamen demokratischen und sozialistischen Neubeginn unter sowjetischer Aufsicht wider.
Die wohl einschneidendste Zäsur innerhalb dieser kurzen Epoche stellte die Währungsreform im Juni 1948 dar. Als in den westlichen Besatzungszonen die Deutsche Mark eingeführt wurde, zog die sowjetische Führung in ihrer Zone umgehend nach. Da jedoch nicht genügend neue Banknoten und Postwertzeichen gedruckt waren, kam es zu den legendären Zehnfachfrankaturen und den provisorischen Bezirksstempel-Überdrucken. Diese Phase des postalischen Übergangs dauerte nur wenige Wochen, hinterließ aber einige der gesuchtesten Belege der deutschen Postgeschichte auf Briefen und Postkarten. Mit der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik im Oktober 1949 endete schließlich die Ära der SBZ-Marken formal, und die Ausgaben gingen fließend in das Sammelgebiet der DDR über.
Ein historisch besonders kontroverses und zugleich spannendes Detail ist die geografische Aufteilung der Postdirektionen. Zu den fünf großen Bezirken der SBZ gehörten Berlin-Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen (mit den Bereichen Ost- und Westsachsen), die Provinz Sachsen-Anhalt sowie Thüringen. Jede dieser Regionen entwickelte in den ersten Monaten eine erstaunliche Eigenständigkeit bei der Gestaltung ihrer Postwertzeichen. Erst im Laufe des Jahres 1946 setzte eine stärkere Zentralisierung ein, die schließlich in den gemeinsamen Ausgaben für die gesamte sowjetische Zone mündete. Diese historische Dynamik macht das Sammeln von Belegen aus dieser Zeit zu einer spannenden Entdeckungsreise durch die verschiedenen Regionen Ostdeutschlands.
Motive der Marken und Serien: Spiegelbild des Wiederaufbaus
Die Bildmotive der Briefmarken aus der Sowjetischen Zone unterscheiden sich fundamental von den militaristischen und herrschaftlichen Darstellungen der vorangegangenen Epochen. Im Vordergrund stand nun die Symbolik des friedlichen Wiederaufbaus, der harten körperlichen Arbeit und des demokratischen Neuanfangs. Typische Motive zeigen Trümmerfrauen beim Beräumen der zerstörten Städte, Maurer beim Aufbau neuer Wohnungen, Bauern bei der Feldarbeit und rauchende Fabrikschlote als Zeichen der wiederkehrenden Industrialisierung. Diese Bildwelten sollten der kriegsmüden Bevölkerung Mut zusprechen und gleichzeitig die gesellschaftlichen Werte der sozialistischen Transformation transportieren. Für Sammler dokumentieren diese detailreichen Entwürfe den damaligen Zeitgeist auf eindringliche Art und Weise.
Die Leipziger Messe als wiederkehrendes Motiv
Ein zentraler Fixpunkt im Ausgabeprogramm der SBZ war die traditionsreiche Leipziger Messe, die bereits im Frühjahr 1946 ihre Tore wieder öffnete. Die begleitenden Messe-Briefmarken gehören zu den ästhetisch ansprechendsten Serien dieses Sammelgebiets und wurden aufwendig im Tiefdruckverfahren hergestellt. Sie zeigen oft historische Gebäude der Messestadt Leipzig, technische Errungenschaften oder das weltweit bekannte Doppel-M-Symbol der Messe. Diese Ausgaben dienten nicht nur der Freimachung von Postsendungen, sondern waren auch ein wichtiges Instrument der Auslandspropaganda, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Zone zu demonstrieren. Die verschiedenen Leipziger Messesätze eignen sich hervorragend für eine thematische Spezialsammlung innerhalb Ihres Albums.
Bedeutende Persönlichkeiten und kulturelles Erbe
Neben den Motiven des praktischen Wiederaufbaus widmeten die Postplaner der SBZ einen großen Teil ihrer Ausgaben dem klassischen deutschen Kulturerbe. Auf den Marken dieser Jahre begegnen uns immer wieder die Porträts von Dichtern, Denkern und politischen Vorkämpfern, die den neuen humanistischen Anspruch unterstreichen sollten. Berühmte Persönlichkeiten wie Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Heinrich Heine oder auch Karl Marx wurden in feinen Stichzeichnungen verewigt. Diese klassischen Porträtserien strahlen eine zeitlose Eleganz aus und heben sich wohltuend von den oft hektisch gestalteten Notausgaben der unmittelbaren Nachkriegsmonate ab. Sie dokumentieren den Versuch, an die progressiven Traditionen der deutschen Geschichte anzuknüpfen.
Künstlerische Höhepunkte und der Goethe-Block
Ein absoluter Höhepunkt und der unbestrittene Stolz vieler SBZ-Sammlungen ist der im Jahr 1949 erschienene Goethe-Block zum 200. Geburtstag des Weimarer Dichterfürsten. Dieser repräsentative Block vereint künstlerische Qualität mit philatelistischer Exklusivität und gehört heute zu den bekanntesten Blockausgaben des deutschen Sprachraums. Die feine Linienführung der Porträts und die ausgewogene Gesamtgestaltung machen diesen Block zu einem echten Kunstwerk im Miniaturformat. Neben diesem Prachtstück existieren noch weitere interessante Blocks, beispielsweise zur Erinnerung an die Opfer des Faschismus, die heute gesuchte Spitzenstücke darstellen. Die Integration solcher repräsentativen Blocks verleiht jeder Sammlung eine besondere visuelle Aufwertung und historische Tiefe.
Spannende Kuriositäten und verblüffende Fakten
Die chaotischen Zustände der Nachkriegszeit führten im Bereich der SBZ-Philatelie zu zahlreichen Kuriositäten, die heute unter Kennern Höchstpreise erzielen oder zumindest für großes Staunen sorgen. Ein besonders skurriles Phänomen sind die sogenannten Zehnfachfrankaturen aus den Junitagen des Jahres 1948. Während der kurzen Übergangsphase der Währungsreform durften die alten Reichsmark-Bestände im Verhältnis 10 zu 1 aufgebraucht werden. Das bedeutete, dass ein Brief im Wert von 24 Pfennig mit Marken im Gesamtwert von sage und schreibe 2,40 Reichsmark frankiert werden musste. Diese bunten, überfrankierten Briefe, die oft über das gesamte Kuvert reichten, sind heute gesuchte Raritäten und Zeugnisse einer einzigartigen Epoche.
Eine weitere Besonderheit betrifft die Herstellung der Bezirksstempel. Da die Postämter die offiziellen Stahlstempel der Oberpostdirektionen nicht schnell genug geliefert bekamen, griffen viele Postmeister zur Selbsthilfe. Sie schnitzten provisorische Aufdruckstempel aus Holz, Kork oder sogar aus halbierten Kartoffeln, um die vorhandenen Markenbestände rasch entwerten zu können. Diese sogenannten Notstempel weisen eine charmante Unvollkommenheit auf und sind in ihrer Individualität kaum zu übertreffen. Für den spezialisierten Sammler bieten diese lokalen Übergangslösungen ein schier unerschöpfliches Forschungsgebiet, bei dem immer wieder neue, bisher unbekannte Stempelformen und Verwendungsorte entdeckt werden können.
Auch die Zensur der sowjetischen Behörden hinterließ Spuren, die für historisch interessierte Sammler von großem Reiz sind. Briefe aus der SBZ ins Ausland oder sogar in die westlichen Besatzungszonen wurden stichprobenartig geöffnet, gelesen und mit markanten Zensurstempeln oder Verschlussstreifen versehen. Manche Markenentwürfe wurden sogar in letzter Minute von der sowjetischen Militärzensur verboten oder mussten kurzfristig abgeändert werden, weil die dargestellten Symbole politisch missverstanden werden konnten. Das Sammeln von solchen echt gelaufenen Belegen inklusive der Zivilsensur-Spuren macht die SBZ-Philatelie zu einer lebendigen Geschichtsstunde, die weit über das Sammeln ungebrauchter Marken hinausreicht.
Hinweise für den erfolgreichen Aufbau Ihrer SBZ-Sammlung
Beim Einstieg in das faszinierende Sammelgebiet der Sowjetischen Zone sollten Sie einige philatelistische Grundregeln beachten, um späte Enttäuschungen zu vermeiden und den Wert Ihrer Sammlung langfristig zu sichern. Aufgrund der vielen provisorischen Aufdrucke und der einfachen Herstellungsmethoden in der Nachkriegszeit existieren von fast allen seltenen Werten und Bezirksstempeln zeitgenössische sowie modernere Fälschungen. Wir empfehlen Ihnen daher dringend, bei hochwertigen Stücken auf die Expertise bekannter Verbandsprüfer des Bundes der Philatelistenprüfer, kurz BPP, zu achten. Geprüfte Marken mit entsprechendem Signaturen- oder Fotoattest garantieren Ihnen die Echtheit der Aufdrucke, der Zähnung und des Stempels.
Ein weiteres Augenmerk sollten Sie auf die Qualität und den Erhaltungszustand der Marken legen. Da das Papier der Nachkriegsjahre oft säurehaltig und brüchig war, ist eine fachgerechte und schonende Lagerung in hochwertigen Alben oder Klemmtaschen unerlässlich. Vermeiden Sie zu hohe Luftfeuchtigkeit und direkte Sonneneinstrahlung, um die empfindlichen Farben und den originalen Gummi nicht zu beschädigen. Ob Sie sich für postfrische Erhaltungen, gefalzte Stücke oder für die historisch besonders aussagekräftigen gestempelten Marken auf Briefstücken entscheiden, bleibt natürlich Ihrem persönlichen Geschmack überlassen. Die Beschäftigung mit diesen geschichtsträchtigen Miniaturen wird Ihnen in jedem Fall viele Stunden voller Entdeckerfreude und tiefer historischer Erkenntnisse bescheren.
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